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Digitale Zahnmedizin in unserer Praxis

  • Praxis
  • 6 min
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Digitale Zahnmedizin bezeichnet den Einsatz computergestützter Verfahren in Diagnostik, Planung und Behandlung – von der Abformung über das Röntgen bis zur Herstellung von Zahnersatz. Für Sie als Patientin oder Patient bedeutet das vor allem drei Dinge: angenehmere Behandlungen, genauere Ergebnisse und eine bessere Planbarkeit. In unserer Praxis in Berlin-Rudow setzen wir diese Verfahren dort ein, wo sie einen echten Vorteil bringen – als Ergänzung zur persönlichen Untersuchung und Erfahrung, nicht als Selbstzweck.

Was bedeutet digitale Zahnmedizin für Sie?

Digitale Zahnmedizin macht viele Behandlungsschritte angenehmer, präziser und besser nachvollziehbar. Statt klassischer Abformmasse genügt oft ein Scan, Aufnahmen lassen sich am Bildschirm gemeinsam betrachten, und Zahnersatz wird am Computer geplant.

Der Nutzen im Überblick:

  • weniger unangenehme Momente, etwa beim Abdruck
  • genauere Grundlagen für Diagnose und Planung
  • seltener wiederholte Abdrücke und dadurch oft weniger Termine
  • Befunde, die Sie auf dem Bildschirm mitverfolgen können

Wichtig ist uns dabei: Die Technik ersetzt weder das Gespräch noch die klinische Erfahrung. Sie liefert die Daten – die Einschätzung und die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen. Die folgenden Abschnitte zeigen, wo wir die einzelnen Verfahren konkret nutzen und was sie Ihnen bringen.

Digitaler Abdruck mit dem Intraoralscanner

Der Intraoralscanner ist eine kleine Kamera, mit der wir Ihre Zähne in wenigen Minuten dreidimensional erfassen – ohne Abdruck mit Abformmasse. Während wir den Scanner an den Zähnen entlangführen, entsteht Schritt für Schritt ein genaues Modell Ihres Gebisses auf dem Bildschirm.

Für viele Menschen ist das der angenehmste Teil der digitalen Zahnmedizin. Der gefüllte Abformlöffel entfällt, ebenso das Warten, bis die Masse ausgehärtet ist. Gerade bei einem empfindlichen Rachen ist das ein spürbarer Unterschied – der Scan lässt sich jederzeit kurz unterbrechen und danach fortsetzen.

Der digitale Abdruck hat über den Komfort hinaus praktische Vorteile:

  • Genauigkeit: Das digitale Modell bildet die Zähne sehr präzise ab, was die Passung von Kronen, Brücken oder Schienen verbessert.
  • Weiterverwendung: Die Daten lassen sich direkt für die Planung von Zahnersatz oder Schienen nutzen, ohne Zwischenschritte über ein Gipsmodell.
  • Vergleich über die Zeit: Frühere Scans lassen sich heranziehen, etwa um Veränderungen am Zahnfleischrand zu beobachten.
  • Anschaulichkeit: Sie sehen Ihr Gebiss direkt auf dem Bildschirm und können Befunde gemeinsam mit uns betrachten.

Eingesetzt wird der Scanner unter anderem bei der Anfertigung von Kronen und Brücken, bei Schienen gegen Zähneknirschen sowie in der Kieferorthopädie. Auch für Kinder oder ängstliche Patientinnen und Patienten ist das berührungsarme Vorgehen häufig eine Erleichterung.

Dreidimensionale Diagnostik mit dem DVT

Ein DVT (digitale Volumentomografie) ist eine spezielle Röntgenaufnahme, die den Kiefer dreidimensional darstellt. Anders als ein normales, flaches Röntgenbild zeigt sie Knochen, Zähne, Nervkanäle und die Kieferhöhle räumlich und aus allen Richtungen.

Dieser räumliche Blick ist in bestimmten Situationen entscheidend. Vor dem Einsetzen eines Implantats lässt sich damit beurteilen, wie viel Knochen in Höhe und Breite zur Verfügung steht, wo wichtige Nerven verlaufen und ob ein Knochenaufbau oder ein Sinuslift nötig ist. So kann die Position des Implantats bereits vor dem Eingriff genau geplant werden – das macht die Behandlung sicherer und besser vorhersehbar.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • die Planung von Implantaten – Beurteilung von Knochenangebot und Nervverlauf
  • die Entfernung verlagerter Weisheitszähne, die nah an einem Nerv liegen
  • die Abklärung von Zysten, entzündlichen Prozessen oder unklaren Befunden
  • schwierige Wurzelbehandlungen mit verzweigten Wurzelkanälen

So wertvoll diese Informationen sind, gehört zur Ehrlichkeit auch: Ein DVT ist mit einer höheren Strahlendosis verbunden als ein einzelnes Zahnröntgenbild. Wir erstellen es deshalb nur dann, wenn die räumliche Information für Ihre Behandlung tatsächlich nötig ist, und nicht routinemäßig. Wo eine herkömmliche Aufnahme ausreicht, bleibt es dabei.

Digitale Funktionsanalyse

Die digitale Funktionsanalyse erfasst, wie sich Ihr Unterkiefer bewegt und wie die Zähne beim Kauen und Schließen zusammentreffen. Zähne, Kaumuskulatur und Kiefergelenke bilden ein zusammenhängendes System – passt ein Teil davon nicht, kann das Beschwerden verursachen.

Bei der Analyse werden die Bewegungen des Kiefers aufgezeichnet und am Computer ausgewertet. Anders als bei einer reinen Momentaufnahme entsteht so ein Bild davon, wie Ihr Biss im Alltag tatsächlich funktioniert. Diese Daten fließen in die Gestaltung von Zahnersatz oder Schienen ein, damit diese nicht nur passen, sondern sich auch natürlich anfühlen und den Kiefer nicht überlasten.

Besonders hilfreich ist die Funktionsanalyse in diesen Fällen:

  • Umfangreicher Zahnersatz: Wenn mehrere Zähne oder ganze Kieferabschnitte versorgt werden, ist ein harmonischer Biss besonders wichtig.
  • Beschwerden am Kiefergelenk: Knacken, Schmerzen oder eine eingeschränkte Mundöffnung können mit der Funktion des Kiefers zusammenhängen.
  • Zähneknirschen: Wer nachts knirscht, belastet Zähne und Gelenke; eine genau angepasste Schiene kann gezielt entlasten.

Das Ziel ist dabei immer dasselbe: eine Versorgung, die sich in Ihr natürliches Bewegungsmuster einfügt – und nicht umgekehrt. Nachträgliche Anpassungen lassen sich so oft reduzieren.

Zahnersatz aus dem CAD/CAM-Verfahren

CAD/CAM steht für die computergestützte Planung (CAD) und Fertigung (CAM) von Zahnersatz. Auf Basis des digitalen Scans wird Ihre Krone, Ihr Inlay oder Ihre Brücke am Computer konstruiert und anschließend aus einem Materialblock präzise herausgefräst.

Der Ablauf besteht aus drei Schritten:

  • Scannen: Der Intraoralscanner erfasst die vorbereiteten Zähne dreidimensional.
  • Planen: Am Computer wird die Form des Zahnersatzes konstruiert – passgenau auf Nachbarzahn und Gegenbiss abgestimmt.
  • Fertigen: Eine Fräsmaschine arbeitet die Versorgung aus einem Keramikblock heraus.

Für die Versorgung kommt häufig Vollkeramik zum Einsatz – ein körperverträgliches, zahnfarbenes Material, das sich gut in die natürlichen Zähne einfügt. Der digitale Weg sorgt für eine sehr genaue Passung am Übergang zum eigenen Zahn, was für die Haltbarkeit und die Gesundheit des Zahnfleischs wichtig ist.

Für Sie bedeutet das Verfahren vor allem: eine präzise Passung des Zahnersatzes, ein natürliches, zahnfarbenes Ergebnis und in vielen Fällen weniger Arbeitsschritte und Termine.

Nicht jede Versorgung lässt sich vollständig digital oder in einer einzigen Sitzung herstellen – bei aufwendigeren Arbeiten bleibt das zahntechnische Labor eingebunden. Welche Lösung in Ihrem Fall sinnvoll ist, lesen Sie auch in unserem Beitrag „Zahnersatz: Welche Option passt zu mir?“.

Als familiengeführte Praxis verbinden wir diese Verfahren mit langjähriger Erfahrung – die Technik unterstützt die Behandlung, die Entscheidungen treffen wir gemeinsam mit Ihnen.

Häufige Fragen zur digitalen Zahnmedizin (FAQ)

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